5.5.5 Die Registerkarte "Korrekturen"



Bildbearbeitung:
Diese Registerkarte bietet Ihnen die Möglichkeit Bildkorrekturen vorzunehmen. Darunter fallen unter Anderem Farbänderungen, Helligkeits- und Kontraständerungen, Gammawertanpassung u. v. mehr. Verbessern Sie hier zu dunkle oder zu helle Bilder, schärfen Sie Bilder nach oder zeichnen diese weicher. Für die "Verbesserung" von Grafiken gibt es leider kein Patentrezept. Vieles werden Sie nur durch Ausprobieren in den Griff bekommen.

Alle Parametereinstellungen zu den Korrekturen werden in separaten Dialogfenstern vorgenommen. Änderungen an den Einstellparametern sehen Sie als Korrektur sofort im Bild als Vorschau. Erst ein Bestätigen der Einstelldialoge ändert tatsächlich das Bild.
Neben dem "Haken" zur Bestätigung der Änderungen befindet sich in den meisten Dialogen ein Feld zum Setzen eines Hakens mit der Beschriftung " aus ". Durch Setzen des Hakens, wird das aktuelle Bild wieder ohne Änderungen dargestellt. So können Sie schnell zwischen der Änderung und dem Original hin- und herschalten. Je nach Bildgröße (Pixelanzahl) und gewähltem Effekt kann die Vorschau auf das Ergebnis auch etwas länger dauern.


Beachten Sie immer die Kurzhilfe, die Ihnen die aktuellen Möglichkeiten erklärt !


Dieser Knopf zeichnet das Bild weicher.
Der Folgedialog erlaubt Ihnen die Wahl zwischen drei Methoden zur Weichzeichnung des Bildes. Sofern Sie ein Auswahlrechteck definiert haben, würde über das Setzen des entsprechenden Hakens nur ein Teilbereich weichgezeichnet. Damit können Sie z.B. ohne großen Aufwand Bildteile unkenntlich machen.
Fassen Sie den Regler am schwarzen Punkt mit der linken Maustaste an, und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung (rechts: größerer Effekt; links: kleinerer Effekt) oder stellen Sie einen passenden (Zahl-) Wert ein.


Dieser Knopf zeichnet das Bild ebenfalls weicher, jedoch unter einem anderen Gesichtspunkt. Durch Zusammenfassen von Nachbarpixeln kann hier eine Rauschreduzierung bzw. die Entfernung von Überlagerungsmustern (Moire) erreicht werden.
Der Folgedialog erlaubt Ihnen die Wahl die Auswahl der Effektstärke. Fassen Sie den Regler am schwarzen Punkt mit der linken Maustaste an, und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung (rechts: größerer Effekt; links: kleinerer Effekt) oder stellen Sie einen passenden (Zahl-) Wert ein. Der kleine Strich über dem Regler stellt eine Standardeinstellung dar. Klicken Sie den Strich an, um wieder diesen Wert einzustellen.


Dieser Knopf zeichnet das Bild schärfer.
Fassen Sie den Regler am schwarzen Punkt mit der linken Maustaste an, und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung (rechts: größerer Effekt; links: kleinerer Effekt) oder wählen Sie eine der drei vordefinierten Einstellungen (leicht,mittel oder mehr).


Dieser Knopf invertiert die Bilddaten. Hierzu benötigen Sie keine weiteren Einstellungen. Das Farben im Bild werden (wie bei einem Negativ) umgekehrt.


Dieser Knopf ändert Farbinformationen in Graustufen um.
Der Folgedialog erlaubt Ihnen, vorher die Graustufenwerte anzupassen. Fassen Sie die Regler am schwarzen Punkt mit der linken Maustaste an, und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung (rechts: größerer Effekt; links: kleinerer Effekt) oder stellen Sie einen passenden (Zahl-) Wert ein.

Sofern Sie ein Auswahlrechteck definiert haben, würde über das Setzen des entsprechenden Hakens nur ein Teilbereich in Graustufen umgewandelt werden.

Der Knopf  Alles 0 stellt eine vordefinierte Graustufenumwandlung ein.

Rotanteile mit Faktor 0,299 multipliziert
Grünanteile mit Faktor 0,587 multipliziert
Blauanteile mit Faktor 0,114 multipliziert
..ergibt den Graustufenstandardwert.


Dieser Knopf ändert alle Farbinformationen in schwarze oder weiße Pixel um.
Um das Ergebnis des Bildes besser beurteilen zu können, sollte der Zoomfaktor 1,0 betragen, bevor Sie den Befehl anwenden.

Der Folgedialog erlaubt Ihnen die Wahl zwischen drei Methoden, wie das Bild in schwarz/weiß umgewandelt werden soll:

1. Halbtonverfahren
Dies entspricht einem sogenantem "Dithering" der Bilddaten, ähnlich einem Zeitungsdruck. Wählen Sie zwischen den verschiedenen Methoden zum "dithern". Sie können hier zusätzlich mit dem Schieberegler den Kontrast des Bildes verändern, um evtl. ein besseres Ergebnis zu erhalten.



2. Schwellwertverfahren
Mit dem Schieberegler stellen Sie einen (globalen) Schwellwert ein, wann ein Pixel schwarz oder weiß wird. Ein RGB-Bild erlaubt Werte zwischen 0 und 255, wobei 0 = schwarz und 255 = weiß gilt. Die alternative Methode fasst mehr weisse bzw. schwarze Pixel zusammen.



3. Kantenfindung
Die Kantenfindung untersucht die Flächen nach Übergängen, und stellt diese Übergänge als Kante dar (schwarz). Mit dem Schieberegler können Sie einen Wert einstellen, der die Übergänge mit anderen Parametern der Methoden filtert.


Dieser Knopf entfernt schwarze oder weiße Pixel (Keine Pixel mit Farb- informationen!). Wenden Sie bei Bedarf vorherigen Befehl s/w an, um eindeutige schwarze oder weisse Pixel zu erhalten.
Wählen Sie hier die zu entfernenden bzw. zu ergänzenden Pixelanordnungen aus. Da durch Wegnehmen oder Hinzufügen von schwarzen bzw. weißen Pixeln, neue Lücken entstehen können, werden durch mehrfaches Anwenden der Funktion, diese weiter reduzieren.

Die kleinen Grafiken verdeutlichen den Vorgang je für schwarze oder weisse Pixel.

Die mögliche Anzahl der Pixel, die nach Bestätigung des Dialoges angepasst würden, wird mit angegeben (im nebenstehenden Beispiel wären es 148 Pixel).



Original sw-Scan eines Planes :


Nach einmaliger Anwendung der Funktion (alle Haken gesetzt):


Dieser Knopf verändert die Helligkeit und den Kontrast des Bildes. Fassen Sie die Regler am schwarzen Punkt mit der linken Maustaste an, und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung (rechts: größerer Effekt; links: kleinerer Effekt).
Sofern Sie ein Auswahlrechteck definiert haben, würde über das Setzen des entsprechenden Hakens nur der Teilbereich geändert werden.
Durch Klicken auf  Alles 0 wird das Originalbild wieder eingestellt.


Dieser Knopf erlaubt Ihnen Farbänderungen (H), Sättigungen (S) und Helligkeiten (B) des Bildes zu manipulieren.
Sie können hier ein Bild z. B. einfärben oder entfärben, Helligkeiten manipulieren und Sättigungen (hier : Intensität) verändern.

Zum Einfärben, setzen Sie den zugeh. Haken und verschieben den Schieberegler mit der Maus auf die Farbe, mit der das Bild eingefärbt werden soll. So können Sie den berühmten Sepia-Effekt erzeugen. Regeln Sie mit dem Schieberegler bei Intensität die "Stärke" der Farbe.


Zum Entfärben stellen Sie bei der Intensität Minus-Werte ein. Das Bild würde bei -100% komplett ohne Farbewerte sein, was hier einem Graustufenbild entspricht.

Die HSB-Funktion können Sie aber auch nur auf einen Teilbereich des Farbspektrums anwenden. Setzen Sie den entsprechenden Haken, bei "nur Teilbereich". Damit können Sie zum Beispiel bei blau- oder grünstichigen Bildern nur diese Farbbereiche manipulieren (Intensität verringern....). Durch Klicken auf  Alles 0 wird das Originalbild wieder eingestellt.


Dieser Knopf verändert die RGB-Werte direkt.
Diese Veränderungen sind eher grober Natur, und finden i.d.R. nur bei Cliparts eine entsprechende Anwendung.
Der Knopf  Alles 0 stellt Standard-werte wieder ein.


Dieser Knopf verändert den Gammawert eines Bildes. Der Gammawert passt Helligkeiten ohne Veränderung des Schwarz-/Weißpunktes an. 
Fassen Sie die Regler am schwarzen Punkt mit der linken Maustaste an, und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung (nach rechts: heller; links: dunkler) oder stellen Sie einen passenden (Zahl-) Wert ein.


Dieser Knopf streckt die Grauwerte eines Bildes so, dass "nicht lineare" Helligkeitsänderungen vorgenommen werden können. In manchen Programmen wird diese Funktion auch als Anpassung der "Gradationskurve" genannt. Alternativ hierzu können Sie auch das Tonwertspektrum verändern.
Beispiel:
Einstellung

Originalbild (verkleinert)
Nach Anwendung der Funktion
Fassen Sie die Regler an den schwarzen Punkten mit der linken Maustaste an, und bewegen die Maus in die gewünschte Richtung (nach rechts: heller; links: dunkler) oder stellen Sie einen passenden (Zahl-) Wert ein.

Durch den Schieberegler unter "W" hellen Sie bei Werten über 0 die hellen Bildteile auf. Bei Werten unter 0 dunkeln Sie dunkle Bildteile ab.
Der Haken "mehr dunkle Anteile ändern", verändert die Kurve in entgegengesetzter Richtung. Dunkle Bildanteile werden stärker angehoben als helle.

Durch den Schieberegler unter "H" können Sie einen zusätzlichen Korrekturfaktor einstellen. Dieser verschiebt zusätzlich den Schwarz- bzw. Weißpunkt.

Hiermit erzielen Sie gute bis sehr gute Ergebnisse bei zu dunklen Bildern. Es ist immer wieder erstaunlich welche Bildinformationen doch vorhanden sind. Diese müssen nur sichtbar gemacht werden. Eine allgemein gültige Einstellung gibt es leider nicht, da dies von jedem einzelnen Bild abhängt.


Dieser Knopf verändert den Schwarz- bzw. Weißpunkt und die Mitteltöne in einem Bild.  In manchen Programmen wird diese Funktion auch "Tonwert korrektur" genannt. 
Im Folgedialog sehen Sie ein Histogramm (Verteilung der Helligkeiten) des Bildes und einen darunterliegenden Grauverlauf. Dieser ändert sich, sobald Sie die Schieberegler bzw. Werte ändern.
Der Schwarzpunkt liegt links, und im Histogramm sehen Sie an dieser Position die Anzahl der "schwarzen" Pixel. Entsprechend liegt rechts der Weißpunkt".
Es werden bei Aufruf des Dialoges alle RGB-Werte überlagert  als Histogramm dargestellt (Alle Kanäle(RGB)). Wählen Sie bei Bedarf einen anderen Kanal, um z. B. nur Blauanteile zu ändern

Linker Schieberegler (Schatten):
Verändert den Schwarzpunkt. Die verfügbare Bandbreite des Graukeiles wird damit eingeschränkt. Es entfallen daher Zwischenwerte. Gleichzeitig werden die Mitteltöne angepasst. Das Bild wird insgesamt dunkler. Alle links vom Schieberegler befindlichen Farben werden eben schwarz und der Rest bis zum rechten Regler wird linear verteilt.

Mittlerer Schieberegler (Mitteltöne):
Dieser Regler verändert den Schwarz- bzw. Weißpunkt nicht. Wenn Sie den Regler nach rechts schieben, wird das Bild dunkler, nach links wird es heller.

Rechter Schieberegler (Lichter):
Verändert den Weißpunkt. Die verfügbare Bandbreite des Graukeiles wird damit eingeschränkt. Es entfallen daher Zwischenwerte. Gleichzeitig werden die Mitteltöne angepasst. Das Bild wird insgesamt heller. Alle rechts vom Schieberegler befindlichen Farben werden eben weiß und der Rest bis zum linken Regler wird linear verteilt.

Beispiel:
Einstellung


Bei diesem Histogramm (das des rechten Beispielbildes) sehen Sie, dass das Bild viele dunkle Pixel beinhaltet, also sehr dunkel ist.









Originalbild (verkleinert)
Nach Anwendung der Funktion
Wie Sie bemerken, werden im Unterschied zum " Strecken " helle Bildteile anders eingestellt, das Bild jedoch wirkt "kräftiger".


Mit dieser Funktion können Sie die berühmt-berüchtigten roten Augen korrigieren. Diese Art der Korrektur gehört aber vielmehr in den Bereich "Malen" und ist auf dieser Registerkarte nur vollständigkeisthalber vorhanden. Ein klick auf den Knopf wechselt die Registerkarte zu "Farben/Malen" und aktiviert den Roteaugenpinsel .